Krimi-Dinner

Kaiser-Wilhelm-Turm
Schöne Aussicht bei Tag

Nach Sonnenuntergang begaben sich 8 Menschen, die sich bis dahin noch nicht kannten, gemeinsam in die Dübener Heide auf Spurensuche.

Als wir kurz vor 18:00 Uhr ankamen war es dunkel, sehr dunkel. Fast verpassten wir die Abfahrt und verirrten uns im Wald. Aber Dank des hell erleuchteten Kaiser-Wilhelm-Turms, unseres kriminalistischen Spür- und unseres Frohsinns fanden wir den Tatort.

Und schon waren wir Teil des interaktiven Theaters. Zwei Schauspieler, Entschuldigung, Dr. Watson und Sherlock Holmes, suchten inkognito Erholung in der Novemberfrische, kehrten aus diesem Grund in der schönen Aussicht ein und,

wie kann es anders sein, waren sofort in einen Krimanalfall verwickelt.

Dabei verwickelten sie sich mit dem Publikum, mit sich selbst und jeden mit jedem. Irgendwie war dann auch der rote Faden abgewickelt und verloren. Zum Glück blieb jede Menge Spaß zurück.

Das Dinner, ein Genussstück in 4 Akten, war Bestandteil der Handlung.

Der Höhepunkt und die Spezialität des Hauses war das Erdschwein. Dieses wird in einem Erdofen, dessen Ursprung auf slawische Siedler dieser Region zurück geht und nur hier in Bad Schmiedeberg zu finden ist, stundenlang auf glühendem Buchenholz gegart.

Verkostung des im Erdofen gegartes Schweins
Verkostung

Wir waren natürlich Zeugen der spannenden Öffnung des Ofens und der Bergung des köstlichen Schweins aus dem mit Schamotte-Platten ausgemauerten Erdloch. Herr Lexius, der Küchenchef, Wiederentdecker des Erdofens und Initiator des Krimi-Dinners, ließ gleich vor Ort verkosten und bald leuchteten ringsum von Genuss verzückte Gesichter aus dem Dunkel.

Wieder im Gastraum eingekehrt speisten wir fröhlich weiter, denn glücklicherweise war noch etwas von dem Schwein übrig geblieben.

Übrigens schon beim ersten Gang waren die Mitglieder unserer Gruppe so richtig aufgetaut, rege in Gespräche vertieft und lachten herzhaft nicht nur über die Schauspieler sondern über sich selbst und kleine Anekdoten, die plötzlich jedem einfielen.

Was unsere Spurensuche im Einzelnen ergab und was wir untereinander in Erfahrung brachten, bleibt allerdings unter uns. Nur so viel sei verraten, wir hatten viel Spaß und haben uns sauwohl gefühlt.